Theaterprojekt : Armer Jude - reicher Jude.

Gl?ck und Leid eines Kabbalisten.

2012.

(nach einen St?ck von Nobelpreistr?ger Isaak Bashevis-Singer und Ive Fridman)

 

1. Stoff

Eine unter vielen brillanten Erz?hlungen des Nobelpreistr?gers Isaak Baschevis-Singer hei?t „Taibele und ihr D?mon“. Es ist eine relativ kurze, lakonische Geschichte ?ber einen schlauen j?dischen Vagabunden, der durch einen „mystischen“ Trick die sch?ne aber sehr arglose Taibele gewinnt.

Die Erz?hlung wurde sehr wahrscheinlich in der fr?hen (polnischen) Periode des Schriftstellers geschrieben, das hei?t auf Yiddisch, und dann, als er nach Amerika vor dem Faschismus geflohen war, ins Englische ?bersetzt und herausgegeben.

 Wesentlich sp?ter hat ein talentierte j?disch-amerikanischer Autor - Eve Fridman - diese Erz?hlung als Drama bearbeitet. Uns ist leider nicht bekannt, wie der ber?hmte Schriftsteller dieses Drama beurteilt hat, auch ist nicht klar, ob das Drama irgendwann auf Englisch inszeniert wurde. 

Was wir aber genau wissen, dass die russische Fassung (die ?bersetzung von Sergej Volynez ) erfolgreich im ber?hmten Theater MChAT in Moskau auf die B?hne gebracht wurde.

Basierend auf der russischen Fassung des St?ckes von Eve Fridman und der deutschen ?bersetzung der Erz?hlung von Baschevis-Singer haben Grigory Kofman und Susanne Arnold „Taibele und ihr D?mon“ in deutscher Sprache erarbeitet.

 

2. Geschichte

Das St?ck unterscheidet sich vom urspr?nglichen Material. Die Belletristik verwandelte sich in ein wunderbares Netz von Dialogen, das den Lesenden vom ersten Moment an nicht los l?sst. H?chst interessante Nebenrollen, wie die des Menascha und der Genendel, bereichern ?berzeugend das Sujet. Aber selbst die Hauptfiguren – Alchonon und Taibele – bekamen bei Eve Fridman viele neuen Farben.

Der sehr gut ausgebildete Kabbala- und Tora-Spezialist Alchonon kann sich nicht im j?dischen St?dtele der polnischen Provinz einleben, aber bleibt dort – verarmt - nur wegen der starken und ausdauernden Liebe zur Taibele, einer verlassenen Frau. Sein Gurmisah ist nicht einfach eine Gestalt der Unterwelt, welche die leichtgl?ubige einsame Frau erobern muss, sondern eine ernsthafte Figur der j?dischen Mystik, Kabbala; ein D?mon-Philosoph, der die sehr kluge und n?chterne Taibele mit seinem magischen Netz einwickelt und in sich verlieben l?sst. Daraus folgend entsteht eine ganze Reihe von hochpoetischen und gleichzeitig sehr humorvollen Momenten.

Die fantasievolle Geschichte entwickelt sich schlie?lich doch in tragische Richtung: als Gurmisah-D?mon anerkannt, als Lehrergehilfe verachtet, ist nun Alchonon gespalten. Und das geniale Man?ver seines Freundes Menascha, das diese Liebe, diese Beziehung retten sollte, erleichtert kurzfristig das Leben Alchonons, bringt aber langsam Taibele um. Hier gehen die Wege des St?ckes und der Erz?hlung weit auseinander. Im Baschevis Original stirbt er. Und sie bleibt am Leben, um ihren Geliebten Gurmisah zu erwarten.

 

4.  Sprache.

Das  St?ck soll in deutscher Sprache gespielt werden.

 

5.  Kostenplan (s. Anlage)       

Im Falle der Realisierung dieses Projektes w?re das die erste deutsche Auff?hrung sein.